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Nachsendeauftrag: Kosten, Dauer und Alternativen
Ein Nachsendeauftrag lässt Briefsendungen, die noch an die alte Anschrift adressiert sind, an die neue Anschrift weiterleiten. Er ist ein kostenpflichtiger Vertrag mit einem Postunternehmen, wird für eine gewählte Laufzeit beauftragt und wirkt ab dem gewünschten Starttag. Er ändert Ihre Anschrift bei niemandem — er leitet nur um, was falsch adressiert ankommt.
Deshalb ist er eine Brücke und kein Ersatz: Ohne eigene Adressänderung stehen Sie am Ende der Laufzeit wieder da, wo Sie am Umzugstag standen. Diese Seite erklärt beides — was er kann und was er nicht kann. Den Umzug selbst geben wir an einen passenden Fachbetrieb weiter, der Ihr Gebiet bedient.
- Nachsendeauftrag
- Ein entgeltlicher Auftrag an ein Postunternehmen, Sendungen, die an eine bisherige Anschrift adressiert sind, für eine vereinbarte Laufzeit an eine neue Anschrift weiterzuleiten.
- Er ist ein Vertrag und keine behördliche Meldung. Was genau weitergeleitet wird — Briefe, Pakete, Sendungen an einzelne Personen oder an einen ganzen Haushalt —, ergibt sich aus dem gewählten Auftrag und aus den Bedingungen des Unternehmens. Sendungen anderer Zusteller sind davon nicht erfasst: Wer bei mehreren Diensten bestellt, braucht dort jeweils eine eigene Änderung.
Wovon der Preis abhängt
Ein Nachsendeauftrag kostet etwas, und der Betrag steht hier bewusst nicht: Er gehört einem Anbieter, wird von ihm geändert, und eine Zahl auf dieser Seite wäre nach der nächsten Preisanpassung falsch — vergleichen würden Sie sie trotzdem. Was Sie stattdessen brauchen, sind die Größen, aus denen sich der Preis zusammensetzt.
Der Preis richtet sich nach der Laufzeit, nach der Art des Auftrags — für eine einzelne Person, für mehrere Personen oder für einen Haushalt —, danach, ob das Ziel im Inland oder im Ausland liegt, und danach, ob der Auftrag privat oder gewerblich ist. Verlängerungen werden gesondert berechnet.
Den gültigen Preis nennt das Postunternehmen bei der Beauftragung, bevor Sie zahlen. Vergleichen Sie dabei den Preis je Laufzeit und nicht den Grundpreis: Eine kurze Laufzeit, die zweimal verlängert wird, ist selten die günstige Variante.
Gilt das auch für Ihren Umzug?
Kostenlose Anfrage stellenNachsendeauftrag oder selbst melden
Die beiden Wege lösen verschiedene Probleme. Das eine ersetzt das andere nicht, und beides zusammen ist die vollständige Lösung.
| Nachsendeauftrag | Adressänderung beim Vertragspartner | |
|---|---|---|
| Was passiert | Falsch adressierte Post wird umgeleitet | Post wird von vornherein richtig adressiert |
| Wirkung | Endet mit der gebuchten Laufzeit | Dauerhaft, bis Sie erneut umziehen |
| Aufwand | Ein Vorgang für alle Absender | Ein Vorgang je Vertragspartner |
| Kosten | Entgelt an das Postunternehmen | Keine |
| Deckt ab | Nur Sendungen des beauftragten Unternehmens | Alles, was dieser Vertragspartner versendet — auch elektronisch |
| Fehlerhinweis | Jede nachgesandte Sendung zeigt einen Absender, dem die neue Anschrift fehlt | Keiner — das ist der Nachteil, wenn Sie nur diesen Weg gehen |
Die letzte Zeile ist der eigentliche Nutzen des Nachsendeauftrags: Er ist nicht nur eine Umleitung, sondern eine Fehlerliste. Wer jede nachgesandte Sendung zum Anlass nimmt, dort die Anschrift zu ändern, hat am Ende der Laufzeit die vollständige Liste abgearbeitet.
Welche Zeile beschreibt Ihren Umzug?
Kostenlose Anfrage stellenSo wird er beauftragt
Der Ablauf ist bei allen Anbietern ähnlich. Die beiden Punkte, an denen es klemmt, sind der Starttag und der Identitätsnachweis.
1. Starttag festlegen
Der Auftrag beginnt an dem Tag, den Sie angeben — sinnvollerweise am Tag nach dem Auszug. Beauftragen Sie ihn mit Vorlauf: Das Unternehmen nennt eine Bearbeitungszeit, und die liegt vor dem Starttag.
2. Umfang wählen
Für eine Person, für mehrere namentlich genannte Personen oder für einen Haushalt. Wer eine Person vergisst, bekommt deren Post nicht — die Namen werden abgeglichen.
3. Laufzeit wählen
Kurz genug, dass Sie die Adressänderungen wirklich erledigen; lang genug, dass jährliche Sendungen wie Versicherungsrechnungen einmal durchlaufen.
4. Identität nachweisen
Das Unternehmen prüft, dass Sie berechtigt sind, die Post umleiten zu lassen. Wie das geschieht, regelt der Anbieter; ohne den Nachweis wird der Auftrag nicht ausgeführt.
5. Bestätigung aufbewahren
Sie enthält Auftragsnummer, Laufzeit und Umfang. Wenn Post ausbleibt, ist sie die Grundlage der Nachfrage.
6. Vor Ablauf entscheiden
Verlängern oder auslaufen lassen. Wer bis dahin jede nachgesandte Sendung zum Anlass für eine Adressänderung genommen hat, braucht keine Verlängerung.
Was ein Nachsendeauftrag nicht leistet
Diese sechs Punkte sind der Grund, warum er allein nicht genügt:
- Er ändert Ihre Anschrift bei keinem Vertragspartner und bei keiner Behörde.
- Er ersetzt die Anmeldung bei der Meldebehörde nicht — die ist eine gesetzliche Pflicht nach § 17 BMG.
- Er erfasst nur Sendungen des beauftragten Unternehmens, nicht die anderer Zusteller.
- Er endet mit der Laufzeit; danach geht die Post wieder an die alte Anschrift.
- Er hilft nicht bei elektronischer Post, bei Kundenkonten und bei hinterlegten Lieferanschriften.
- Er sagt Ihnen nicht, wen Sie noch informieren müssen — er zeigt es Ihnen nur nachträglich, Sendung für Sendung.
Betrifft Sie das?
Kostenlose Anfrage stellenAlternativen und Ergänzungen
Die Absprache mit den Nachmietern ist die naheliegendste Ergänzung und der schwächste Verlass: Sie kostet nichts, hängt aber an der Bereitschaft fremder Menschen und endet, sobald diese das Interesse verlieren. Als Überbrückung für wenige Wochen ist sie brauchbar, als Ersatz nicht.
Ein Postfach ist die Lösung für alle, die zweimal kurz hintereinander umziehen oder deren neue Anschrift noch nicht feststeht. Es ist ebenfalls kostenpflichtig und ändert an der Notwendigkeit der Adressänderung nichts.
Der sicherste Weg bleibt die eigene Liste: Kontoauszüge durchgehen, jeden wiederkehrenden Einzug notieren, jede Stelle anschreiben. Der Nachsendeauftrag ist dann das Netz darunter — und jede nachgesandte Sendung ein Eintrag, der auf der Liste noch fehlte.
Ihre Lage steht hier nicht dabei?
Kostenlose Anfrage stellenHäufige Fragen
Was macht ein Nachsendeauftrag?
Ein Nachsendeauftrag leitet Sendungen, die noch an die alte Anschrift adressiert sind, für eine vereinbarte Laufzeit an die neue Anschrift weiter. Er ist ein entgeltlicher Vertrag mit einem Postunternehmen und wirkt ab einem von Ihnen gewählten Starttag. Die Anschrift bei Behörden und Vertragspartnern ändert er nicht.
Was kostet ein Nachsendeauftrag?
Der Preis eines Nachsendeauftrags richtet sich nach der gewählten Laufzeit, nach dem Umfang — eine Person, mehrere Personen oder ein ganzer Haushalt —, nach dem Zielland und danach, ob der Auftrag privat oder gewerblich ist. Den gültigen Betrag nennt das Postunternehmen vor dem Abschluss; eine Zahl auf dieser Seite wäre nach der nächsten Preisanpassung falsch.
Wann muss man einen Nachsendeauftrag stellen?
Ein Nachsendeauftrag wird vor dem Auszug gestellt, weil er erst ab dem angegebenen Starttag wirkt und das Unternehmen ihn vorher verarbeiten muss. Wie viel Vorlauf nötig ist, gibt der Anbieter im Bestellvorgang an. Als Starttag bietet sich der Tag nach dem Auszug aus der alten Wohnung an.
Ersetzt der Nachsendeauftrag die Ummeldung?
Der Nachsendeauftrag ersetzt die melderechtliche Anmeldung nicht. Diese ist nach § 17 Abs. 1 BMG innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug bei der Meldebehörde vorzunehmen und ist eine gesetzliche Pflicht; der Nachsendeauftrag ist ein privater Vertrag über die Umleitung von Post. Auch die Adressänderung bei Vertragspartnern bleibt davon unberührt.
Werden auch Pakete nachgesandt?
Welche Sendungsarten erfasst sind, hängt vom gewählten Auftrag und von den Bedingungen des Postunternehmens ab — Briefe und Pakete werden dort getrennt behandelt. Sendungen anderer Zustelldienste sind in keinem Fall erfasst: Wer über mehrere Dienste bestellt, muss die Anschrift dort jeweils selbst ändern.
Sie beschreiben den Umzug einmal — den passenden Fachbetrieb suchen wir.
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