Packen
Umzugskartons: wie viele und richtig packen
Die Zahl der Umzugskartons ergibt sich aus dem Volumen des Hausrats, nicht aus der Wohnungsgröße. Zwei Wohnungen mit derselben Quadratmeterzahl können sich um ein Vielfaches unterscheiden — entscheidend ist, wie voll die Schränke sind. Deshalb wird die Menge über das Volumen geschätzt und dann aufgerundet.
Diese Seite erklärt, wie Sie zu dieser Zahl kommen, welche Kartonsorten es gibt und wie gepackt wird, damit nichts bricht und kein Karton zu schwer wird. Wer das Packen abgeben will: Wir geben Ihre Anfrage an einen passenden Fachbetrieb weiter, der Ihr Gebiet bedient — Packservice ist eine Leistung, die im Angebot einzeln steht.
Wie viele Kartons Sie brauchen
Die ehrliche Antwort lautet: Das hängt vom Volumen ab, und das lässt sich schätzen, bevor der erste Karton gefüllt ist. Gehen Sie Raum für Raum durch und schätzen Sie, wie viele laufende Meter Regal, Schrank und Kommode gefüllt sind. Aus dieser Summe ergibt sich das Kubikmetervolumen, und aus dem Volumen die Kartonzahl — ein Standardkarton fasst ein festes Maß, das auf ihm angegeben ist.
Eine kursierende Faustzahl je Wohnungsgröße steht hier bewusst nicht. Sie ist nirgends belegt, und sie blendet genau das aus, was den Unterschied macht: die Zahl der Bücher und den Grad, in dem vor dem Umzug aussortiert wurde. Der Volumenrechner dieser Seite rechnet stattdessen mit dem, was Sie tatsächlich haben.
Rechnen Sie am Ende großzügig auf. Ein leerer Karton kostet fast nichts und lässt sich zurückgeben oder weitergeben; ein fehlender Karton kostet am Packtag eine Fahrt. Und planen Sie die Kartons ein, die nicht für Hausrat gedacht sind: Akten, Werkzeug und der Erstausstattungskarton fallen in jeder Aufstellung durchs Raster.
Gilt das auch für Ihren Umzug?
Kostenlose Anfrage stellenWelcher Karton wofür
Die Sorten unterscheiden sich nicht im Preis, sondern in dem, was ohne Schaden hineinpasst. Wer die falsche Sorte nimmt, merkt es beim Tragen oder beim Auspacken.
| Sorte | Wofür gedacht | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Standardkarton (Umzugskarton) | Kleidung, Küchenutensilien, Spielzeug, alles Leichte bis Mittelschwere | Doppelter Boden und Griffe. Nicht bis obenhin mit Schwerem füllen, sonst reißt der Boden |
| Bücherkarton | Bücher, Akten, Werkzeug, Konserven — alles Schwere | Kleiner als der Standardkarton, damit das Gewicht tragbar bleibt. Nicht mit anderem auffüllen |
| Kleiderbox mit Stange | Hängende Kleidung, die knittern würde | Nimmt viel Raum im Wagen. Kann geliehen statt gekauft und nach dem Umzug zurückgegeben werden |
| Geschirr- und Gläserkarton | Teller, Gläser, Porzellan | Mit Einsatzgittern oder viel Polstermaterial. Teller stehend, nicht liegend |
| Flachkarton oder Bilderkiste | Bilder, Spiegel, Glasplatten, Fernseher | Kanten polstern, hochkant transportieren, im Wagen sichern |
| Kunststoffbox mit Deckel | Was im Keller oder auf dem Dachboden lagern soll | Stapelbar und feuchtigkeitsunempfindlich, aber schwerer und teurer als Pappe |
Die Tragfähigkeit steht auf dem Karton. Sie ist keine Empfehlung, sondern die Grenze, bis zu der Boden und Griffe halten — und sie gilt für den Karton, nicht für den Menschen, der ihn trägt.
- Bücherkarton
- Ein bewusst kleiner Umzugskarton für schwere Güter — Bücher, Akten, Werkzeug —, dessen Grundfläche so bemessen ist, dass ein voller Karton noch getragen werden kann.
- Der Unterschied zum Standardkarton ist nicht die Stabilität, sondern das Fassungsvermögen: Ein Standardkarton voller Bücher ist zu schwer zum Tragen, lange bevor er voll ist. Deshalb gilt beim Packen die Regel, dass Schweres in den kleinen und Leichtes in den großen Karton kommt — und nicht umgekehrt, obwohl es zunächst unlogisch wirkt.
Passt der Begriff zu Ihrem Vorhaben?
Kostenlose Anfrage stellenRichtig packen
Sieben Regeln, die zusammen dafür sorgen, dass nichts bricht und beim Auspacken niemand sucht:
- Raum für Raum packen, nicht Kategorie für Kategorie. Am Zielort wird nach Räumen ausgeladen.
- Schweres nach unten, Leichtes nach oben — im Karton und später im Wagen.
- Hohlräume ausfüllen. Was sich im Karton bewegt, schlägt beim Tragen an.
- Geschirr einzeln einwickeln, Teller stehend stellen, Gläser mit der Öffnung nach oben.
- Kartons schließen und verkleben, nicht ineinanderfalten. Ein offener Karton lässt sich nicht stapeln.
- Auf jeden Karton Zielraum und Inhalt schreiben, an die Seite und nicht auf den Deckel — im Stapel ist nur die Seite lesbar.
- Kartons, die zuerst geöffnet werden sollen, zusätzlich markieren und zuletzt einladen.
Was nicht in den Umzugskarton gehört
Manches gehört nicht in den Wagen, anderes nicht aus der Hand. Beides aus demselben Grund: Ersatz ist schwierig oder ausgeschlossen.
| Was | Warum | Wohin stattdessen |
|---|---|---|
| Ausweise, Urkunden, Verträge, Kontounterlagen | Nicht oder nur mit Aufwand zu ersetzen, und am Umzugstag mehrfach gebraucht | In eine Mappe, die Sie selbst tragen |
| Bargeld, Schmuck, kleine Wertsachen | Gehen im Stapel unter und sind bei einem Schaden schwer zu belegen | Persönliches Gepäck, nicht der Wagen |
| Schlüssel jeder Art | Werden am Umzugstag gebraucht und stecken sonst im letzten Karton | An den Körper oder in den Erstausstattungskarton |
| Farben, Lösungsmittel, Spraydosen, Gasflaschen, Benzinkanister | Gefahrgut. Was ein Betrieb lädt und was nicht, steht in seinen Bedingungen | Vor dem Umzug aufbrauchen oder ordnungsgemäß abgeben |
| Offene Flüssigkeiten und Lebensmittel im Kühlschrank | Laufen aus und verderben den Inhalt der umliegenden Kartons | Aufbrauchen, Kühlschrank abtauen und trocknen |
| Zimmerpflanzen in geschlossenen Kartons | Brechen ab und stehen im Dunkeln | Offene Kiste, aufrecht, selbst transportieren |
Welche Zeile beschreibt Ihren Umzug?
Kostenlose Anfrage stellenKartons kaufen, leihen oder gebraucht besorgen
Kaufen lohnt sich, wenn die Kartons nach dem Umzug weiter gebraucht werden — für Keller, Dachboden oder einen absehbaren zweiten Umzug. Neue Kartons sind formstabil, stapelbar und tragen die Belastung, die auf ihnen angegeben ist.
Leihen bietet sich für Kleiderboxen an und für Haushalte, die nach dem Umzug nichts aufbewahren wollen. Ob ein Betrieb Kartons zum Mieten stellt, fragen Sie im Angebot ab; die Position steht dann darin und die Kartons werden nach dem Umzug wieder abgeholt. Lassen Sie sich außerdem sagen, was bei Beschädigung berechnet wird — das steht in den Bedingungen und nicht im Angebot.
Gebrauchte Kartons sind die günstigste Lösung und die mit dem größten Vorbehalt: Ein Karton, der schon zweimal gepackt war, hat an den Kanten verloren, und man sieht ihm das nicht an. Für Leichtes ist das unerheblich, für Bücher und Geschirr nicht.
Betrifft Sie das?
Kostenlose Anfrage stellenHäufige Fragen
Wie viele Umzugskartons braucht man?
Die Zahl der Umzugskartons richtet sich nach dem Volumen des Hausrats, nicht nach der Wohnfläche. Schätzen Sie Raum für Raum, wie viele laufende Meter Schrank und Regal gefüllt sind, und rechnen Sie daraus das Volumen — der Volumenrechner dieser Seite nimmt genau diese Angaben entgegen. Auf das Ergebnis wird großzügig aufgerundet, weil ein zu viel bestellter Karton weniger kostet als eine zusätzliche Fahrt.
Was ist der Unterschied zwischen Umzugskarton und Bücherkarton?
Ein Bücherkarton ist kleiner als ein Standard-Umzugskarton, damit er auch voll beladen noch tragbar bleibt. Er ist für Bücher, Akten und Werkzeug gedacht; der Standardkarton für Kleidung, Küchenutensilien und alles Leichtere. Deshalb kommt Schweres in den kleinen und Leichtes in den großen Karton.
Wie packt man Geschirr, damit nichts zerbricht?
Geschirr wird einzeln eingewickelt und in einen Karton mit Einsatzgittern oder viel Polstermaterial gestellt. Teller stehen hochkant nebeneinander statt gestapelt zu liegen, Gläser stehen mit der Öffnung nach oben, und jeder Hohlraum wird ausgefüllt — was sich bewegt, schlägt beim Tragen an. Der Karton wird geschlossen und verklebt, damit er stapelbar bleibt.
Was darf ein Umzugsunternehmen nicht transportieren?
Gefahrgut wie Farben, Lösungsmittel, Spraydosen, Gasflaschen und Kraftstoffkanister gehört nicht in einen Umzugswagen. Ausweise, Urkunden, Bargeld und Schmuck werden ebenfalls nicht mitgegeben — nicht wegen eines Verbots, sondern weil sie am Umzugstag gebraucht werden und bei einem Schaden kaum zu belegen sind. Was ein Betrieb im Einzelnen ausschließt, steht in seinen Bedingungen.
Sie beschreiben den Umzug einmal — den passenden Fachbetrieb suchen wir.
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