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Umzug Fachbetriebe

Datenauswertung

Umzugsatlas: Binnenwanderung und ihre Zählweise

Wie viele Menschen in eine Stadt ziehen und wie viele sie verlassen, wird in Deutschland amtlich erfasst: Die Wanderungsstatistik des Statistischen Bundesamtes beruht auf den An- und Abmeldungen bei den Meldebehörden. Der Umzugsatlas führt diese Daten so zusammen, dass sie je Stadt und je Richtung lesbar sind.

Diese Seite erklärt die Datengrundlage und die Leseregeln. Sie steht vor der Auswertung, weil eine nahe liegende Fehldeutung schon in der Zählweise steckt: Gezählt werden Wanderungsfälle, nicht Personen.

Binnenwanderung
Ein Wohnortwechsel über eine Gemeindegrenze hinweg innerhalb Deutschlands. Erfasst wird er über die An- und Abmeldung bei den Meldebehörden, nicht über eine gesonderte Erhebung.
Daraus ergeben sich zwei Eigenschaften, die für jede Auswertung gelten: Ein Umzug innerhalb derselben Gemeinde erscheint in der Statistik nicht, und ein Umzug über eine Gemeindegrenze erzeugt zwei Einträge — einen Fortzug und einen Zuzug. Wer beides addiert, zählt denselben Vorgang doppelt.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Wanderungsstatistik · Stand September 2026

Die Begriffe der Wanderungsstatistik

Vier Begriffe genügen, um eine Auswertung dieser Statistik zu lesen. Sie klingen ähnlich und bedeuten Verschiedenes.

BegriffWas er bezeichnetWas er nicht sagt
ZuzügeAnmeldungen aus einer anderen Gemeinde oder aus dem AuslandNicht, wie viele Personen neu in der Stadt leben — Rückzüge und Mehrfachumzüge zählen mit
FortzügeAbmeldungen in eine andere Gemeinde oder ins AuslandNicht, dass die Stadt an Bevölkerung verliert; dazu gehören Geburten und Sterbefälle
WanderungssaldoZuzüge minus Fortzüge im BerichtszeitraumNichts über die Zusammensetzung; ein ausgeglichener Saldo kann hohen Austausch verdecken
WanderungsfallEin einzelner erfasster WohnortwechselNicht eine Person — wer zweimal im Jahr umzieht, erscheint zweimal

Die Statistik erfasst Wanderungsfälle. Für Aussagen über Personen ist sie deshalb nur eingeschränkt geeignet — für Aussagen über Umzugsaufkommen dagegen genau die richtige Größe.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Wanderungsstatistik · Stand September 2026

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Was der Atlas zusammenführt

Ausgewertet wird jeweils der zuletzt vollständig veröffentlichte Berichtsjahrgang der amtlichen Wanderungsstatistik. Dargestellt werden je Stadt die Zuzüge, die Fortzüge und der Saldo sowie die Richtungen, in die sich die Bewegung überwiegend vollzieht.

Zu jeder Darstellung gehören der Berichtsjahrgang und der Gebietsstand. Der Gebietsstand ist keine Formalie: Gemeindezusammenlegungen verschieben Zahlen, ohne dass jemand umgezogen wäre, und ein Vergleich über Jahre hinweg ist nur innerhalb desselben Gebietsstands sauber.

Wo die amtliche Statistik Werte zurückhält, hält der Atlas sie ebenfalls zurück. Eine Lücke wird als Lücke ausgewiesen und nicht interpoliert.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Wanderungsstatistik · Stand September 2026

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Was sich aus den Zahlen nicht ableiten lässt

Die Wanderungsstatistik ist eine belastbare Quelle für das, was sie misst. Diese vier Schlüsse gehören nicht dazu:

  • Kein Schluss auf die BevölkerungsentwicklungDafür kommen Geburten, Sterbefälle und Außenwanderung hinzu.
  • Kein Schluss auf WohnungsmärkteEin hoher Saldo sagt nichts über Angebot, Miete oder Leerstand.
  • Kein Schluss auf einzelne PersonenGezählt werden Fälle, und Mehrfachumzüge erscheinen mehrfach.
  • Kein Schluss auf Umzüge innerhalb einer StadtSie überschreiten keine Gemeindegrenze und werden nicht erfasst.
Gebietsstand
Der Zuschnitt der Gemeinden und Kreise, auf den sich eine Statistik bezieht — jeweils bezogen auf einen Stichtag.
Er entscheidet darüber, ob zwei Jahreswerte vergleichbar sind. Wird eine Gemeinde eingemeindet, sinken die Zu- und Fortzüge beider Gebiete, weil die vormals grenzüberschreitenden Umzüge nun innerhalb einer Gemeinde stattfinden. In der Zeitreihe sieht das aus wie ein Rückgang der Mobilität, ist aber eine Änderung der Grenze.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Gebietsstand der amtlichen Statistik · Stand September 2026

Zitieren und weiterverwenden

Die Darstellungen des Atlas dürfen mit Quellenangabe zitiert und übernommen werden. Zur Quellenangabe gehören die Primärquelle — das Statistische Bundesamt — sowie Berichtsjahrgang und Gebietsstand, weil ohne beides kein Wert eingeordnet werden kann.

Der Atlas selbst erhebt nichts. Er bereitet amtliche Daten auf und macht die Aufbereitungsschritte kenntlich; wer die Rohdaten braucht, findet sie beim Statistischen Bundesamt.

Für Rückfragen und Auswertungen nach abweichenden Zuschnitten ist die Redaktion über die Kontaktseite erreichbar.

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Häufige Fragen

Woher stammen die Zahlen im Umzugsatlas?

Grundlage ist die Wanderungsstatistik des Statistischen Bundesamtes, die auf den An- und Abmeldungen bei den Meldebehörden beruht. Der Atlas erhebt selbst nichts, sondern bereitet diese amtlichen Daten je Stadt auf. Berichtsjahrgang und Gebietsstand stehen an jeder Darstellung.

Warum tauchen Umzüge innerhalb einer Stadt nicht auf?

Die Wanderungsstatistik erfasst Wohnortwechsel über Gemeindegrenzen. Wer innerhalb derselben Gemeinde umzieht, meldet sich um, überschreitet aber keine Gemeindegrenze und erscheint deshalb nicht in dieser Statistik. Das Umzugsaufkommen einer Stadt ist damit größer als ihre ausgewiesenen Zu- und Fortzüge.

Bedeutet ein negativer Wanderungssaldo, dass eine Stadt schrumpft?

Ein negativer Wanderungssaldo bedeutet zunächst nur, dass mehr Menschen fortgezogen als zugezogen sind. Ob die Bevölkerung insgesamt sinkt, hängt zusätzlich von Geburten, Sterbefällen und der Wanderung über die Landesgrenze ab. Die Wanderungsstatistik allein trägt diesen Schluss nicht.

Darf ich die Karten und Tabellen weiterverwenden?

Darstellungen des Atlas dürfen mit Quellenangabe übernommen werden. Genannt werden müssen das Statistische Bundesamt als Primärquelle sowie Berichtsjahrgang und Gebietsstand der verwendeten Werte. Für Auswertungen nach abweichenden Zuschnitten erreichen Sie uns über die Kontaktseite.

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